Samstag, 25. Januar 2014

Luft wird kälter - Wasser wärmer

Es ist kalt geworden. Winter eben. Draußen liegt ein wenig Schnee. Nach einer weiteren Frostnacht steigt die Temperatur des Meerwassers: Statt 0,8 Grad, wie gestern, verkündet die Lady im "Automatischen Messwertansager" heute wieder 1,2 Grad - aber Plus. Rätsel der Thermophysik. Muss wohl mal nachschauen, ob schon eine dünne Eisschicht isoliert.
Auch der Wasserstand ist weiter gefallen. Ein weiterer Zentimeter Wassersäule fehlt: 38,01 Meter NN

Freitag, 24. Januar 2014

Steinhuder Meer: Wärme- und Wasserverlust über Nacht

Über die Frostnacht ist dem See Wärme abhanden gekommen. 0,6 Grad. Die Telefon-Dame am "Pegel Wilhelmstein" kann nur noch von 0,8 Grad Wassertemperatur berichten. Herzerwärmend ist das nicht.
Und auch ein Zentimeter Wassersäule ist verschwunden. Wo ist der hin? Muss nicht verdunstet sein. Die Wasserfläche schwankt. Winddruck könnte mögliche Ursache sein.

Erster Segelclub: „Muße und Geld für das Hobby des Kaisers“

„Zwischen den grünen Wiesen und dem braunen Kanal führt der Weg weiter, Hagenburg zu, das sich ganz im Grünen zusammenduckt. Im rosenvollen Gasthausgarten hinter hellgrüner Wildweinwand ist ein Platz. Dort kühlen wir uns, bis ein Boot frei wird.“
Es mag das „Deutsche Haus“, oder das „Gasthaus Wilhelmstein“ gewesen sein, wo der müde und erhitzte Wanderer Hermann Löns eingekehrt ist. Genau läßt sich das Geschehen an einem „Julitag am Steinhuder Meer“ nicht mehr nachvollziehen. Irgendwann vor dem Ersten Weltkrieg muss sich das zugetragen haben.
Die Steinhuder Meer-Bahn, von Wunstorf aus kommend, hatte Touristen nach Steinhude gebracht. Einige von ihnen, auch Hermann Löns, wanderten so gut es eben ging durch den nassen, sumpfigen Ufersaum gen Hagenburg, schließlich am Hagenburger Kanal entlang in Richtung Schloß.


G3-Hageburger-Kanal4
Das Bootshaus des "Hagenburger Yachtclubs" auf der linken Seite des damals noch nicht begradigten Kanals.*


Zu dieser Zeit gehörten die gesamten Hoheitsrechte für das Steinhuder Meer noch der Familie zu Schaumburg-Lippe. Um 1900 betreuten „Fürstliche Matrosen“ den Ausflugsverkehr zum Wilhelmstein noch von Hagenburg aus. Waren genug Interessenten für eine Überfahrt vorhanden, wurde auf dem Dach des Schlosses die Fahne gehisst und ein Auswanderer setzte die Passagiere über. Mit der Eröffnung der Steinhuder-Meer-Bahn und dem Bau des Strandhotels änderte sich die Situation nach und nach zu Ungunsten Hagenburgs gegenüber Steinhude.
Die Fürstliche Hofkammer musste reagieren und den Steinhudern das „Fahren auf dem Meer“ erlauben. Während es 1905 erst zehn Genehmigungen gab, waren es 1908 schon 32 Steinhudern erlaubt und 1910 dann 37 Steinhudern.

„Keimzelle des hannoverschen Segelsports“

Aber auch in anderer Hinsicht bildete Hagenburg die Keimzelle: Die ersten organisierten Segler fanden sich am 1. April 1906 im Hagenburger Yachtclub zusammen. Die beiden pensionierten Seeoffiziere Kapitän a.D. Walter und Kapitänleutnant Menger, beide aus Hannover, hatten zusammen mit 15 Gleichgesinnten bei der Hofkammer das „Privileg zur Befahrung“ des Meeres einholen müssen. Der Bootsschuppen befand sich – vom Ort aus gesehen – links neben dem Kanal gegenüber dem heutigen Yachtclubgelände, die Clubmesse richten die Segler auf dem Wilhelmstein ein. Das Clublokal befand sich im Winter im Hotel Battermann in Hannover. Das einzige Kielboot – Rechtfertigung für den stolzen Namen „Yacht-Club“ - wurde zwei Jahre später verkauft. Ein Schwertboot vom Flundertyp, sowie zwei Marinegigs genügten fortan für die Fahrten auf der noch sehr einsamen Wasserfläche.
Erst zwei Jahre später gründete sich der Seglerverein Steinhude, aus dem die Berufssegler schon bald wieder ausschieden und einen dritten Verein gründeten. Zwischen den drei Clubs entwickelten sich freundschaftliche Beziehungen. Eie bildeten schon vor dem Ersten Weltkrieg „Wettfahrtvereinigung Steinhuder Meer“.
„Die Schilderung des Vereinslebens in diesen Gründerjahren“, schrieb Hans Langenfeld, „atmeten den Geist des wohlsituierten, aber durchaus nicht protzigen hannoverschen Besitz- und Bildungsbürgertums, das Muße und Geld hatte für ein Hobby, das auch der Kaiser ostentativ pflegte.“ Alle drei Vereine dürften 1914 nicht mehr als 100 Mitglieder gezählt haben. Zum Hagenburger Yacht-Club gehörten unter anderem die hannoverschen Industriellen Sprengel und Stichweh.
Nachdem 1924 die drei Vereine dem Deutschen Seglerverband beigetreten waren, ließ man sogar die Ausscheidungsregatten für die Olympiade 1928 auf dem Meer austragen. 1934 fusionierten der Hagenburger und der Steinhuder Yacht-Club zum Hannoverschen Yachtclub und baute sein drittes Clubhaus am Maschsee. Die Keimzelle allerdings, das Bootsschuppen am Hagenburger Kanal, wurde später aufgegeben.
Der heutige Hagenburger Yachtclub, der nicht zuletzt zur Unterscheidung Yachtclub „von“ Hagenburg heißt, ist 1969 gegründet worden und mit seinem Yachthafen und dem Clubgelände auf der anderen Seite des Kanals angesiedelt.

1) Historisches Foto zur Verfügung gestellt von Frank Bauer, Hagenburg

Donnerstag, 23. Januar 2014

Vor 200 Jahren ...

1814 bereiste Georg Friedrich Most die Gegend am Steinhuder Meer. Most (*1794 - ?) fälschlich auch als Reiseschriftsteller bezeichnet, lehrte als Universitätsprofessor in Rostock. Seine "Ausführliche Encclopädie der gesammten Staatsarzneikunde" gilt als Standardwerk. Allerdings setzt sich Most wegen seines Interesses für die "Volksmedizin", wozu für ihn auch magische Verfahren gehörten, der Kritik seiner Zeitgenossen aus. Seine Reise ans Steinhuder Meer dürfte der Beobachtung von Land und Leuten gegolten haben. Die Schilderung verbirgt ihre naturwissenschaftliche Perspektive kaum:

DER KLEINE LANDSEE: KEIN ZUFLUSS, ABER AUSFLUSS

"Dieser kleine Landsee, welcher seinen Namen von dem nahe an demselben belegenen Flecken Steinhude hat, ist ohngefähr eine Meile lang und eine halbe Meile breit. Er gränzt gegen Morgen an das Dorf Großenheidorn, und das genannte Flecken Steinhude, gegen Mittag an das Hagenburger und Altenhäger Moor, Hagenburg und Altenhagen, gegen Abend an das Winzlarsche Moorbruch, an das Dorf Winzlar und das Städtchen Rehburg, und gegen Mitternacht an Mardorf und das Neustädter Torfmoor. Daher macht er gegen Westen, Norden und Nordost die Gränze des Hannoverschen, gegen Osten und Süden aber, die Gränze des Bückeburgischen Territoriums. Er ist ein stillstehendes Wasser, welches keinen Zufluß, wohl aber einen Ausfluss hat, indem an der westlichen Seite desselben ein Bach (der sogenannte Meerbach, oder die Meerbeeke genannt) aus ihm entspringt, der durch das schon genannte Städtchen Rehburg, wo es ehemals eine zweigängige Wassermühle trieb, fließt und sich in die Weser ergießt."

VON ALTERS HER TANNEN- UND FICHTENWALD?

"Man sagt, daß dieser See von Alters ein Tannen- oder Fichtenwald gewesen, und seine Metamorphose und jetzige Gestalt von dem bekannten Durchbruche der Weser, welcher wahrscheinlich auch zu mancher anderen Veränderung Veranlassung gegeben hat, entstanden sey. Obgleich dieses zwar auf Muthmaßungen beruht, und man, (so viel ich weiß) in alten Chroniken und alten Schriften hiervon keine ausführliche Beschreibung findet, so ist doch die Vermutung sehr wahrscheinlich, da noch jetzt viele Überbleibsel, Zweige, Äste sogar of ganze Stämme Fichten- und Tannenholzes, als Beweise hierzu, im Meere gefunden und angetroffen werden. Dieses Holz ist, wie sich leicht denken lässt, von mürber Beschaffenheit, brennt indeß, wenn es vorher getrocknet worden ist, noch sehr gut."

MEHR ODER WENIGER SANDIGER BODEN:

"Der Grund und Boden ist theils sandigt, mit Grieß und Steinen bedeckt, theils morastig. Der südliche, südöstliche und südwestliche Theil desselben ist mehrentheils morastig, da hingegen der andere Theil mehr oder weniger festen und sandigen Boden hat. Seine Tiefe ist verschieden, da er an einigen Stellen tiefer als andern ist, beträgt indeß der Durchschnitt nicht über 10 bis 20 Fuß. Am tiefsten ist er in seiner Mitte, und besonders ohnweit der in derselben belegenen Festung Wilhelmstein, nördlicher Seite, welcher Ort daher auch die Tiefe genannt wird."

DER FISCHFANG: AALE, BARSE, HECHTE UND KARPFEN

"Verschiedene Sorten Fische sind in demselben zu finde; die besten und wohlschmeckendsten sind die Aale, die sich vorzüglich in dem morastigen Theil des Sees aufhalten, und am Besten in den aus Weidenkörben geflochtenen Aalkörbchen gefangen werden, ferner die Baarse, Hechte und Karpfen. Diese sind den Steinhuder Fischern, (denn in Steinhude sind die meisten Fischer von Profession) die mit denen in Hannover, Hildesheim, Bückeburg und anderen Städten hiesiger Gegend Handel treiben, ein guter Nahrungszweig. Ein jeder Fischer hat einen kleinen, schmalen, länglichen Kahn, den er allein mit seiner Stange gut fortzutreiben und zu regieren versteht, bei gutem Wind zwei Segel aufspannt, und mit den Aalkörben, Stellnetzen und Angeln allein und ohne den Gehülfen im Stande ist, seinen Fischfang zu verrichten. Wollen die Fischer aber mit Zugnetzen fischen, so fahren mehrere zugleich aufs Wasser. Ist der See zugefroren und mit Eis bedeckt, so fangen sie unter dem Eise die Fische mit einem sehr großen Zugnetze. Diese Fischerei ist ein beträchtlicher Gewinn für die Fischer, da 10 bis 14 Personen, welche hierzu erfordert werden, in einem Tag zwei, drei Züge Thun, wo sie zuweilen in einem einzigen Zuge mehrere hundert Fische fangen können.
Auch das Fischen mit vielen Angeln zugleich, welches des Sommers hier nicht weniger von den Fischen exercirt wird, ist sehr erträglich. Sie verrichten des auf folgende Weise: sie nehmen ein Seil von größere und kleinerer Länge, je nachdem sie mehr oder weniger Angeln daran befestigen wollen; befestigen dieses Seil an zwei feste Gegenstände im See, und binden die an drei Ellen lange Bindfäden geknüpfte Angeln an dieses Seil, versehen die Angeln mmit der gewöhnlichen Lockspeise, und lassen sie 24 Stunden so im Meere hängen. Am anderen Tage sehen sie wieder darnach, und kehren selten leer an Fischen nach Hause."

EISGEKÜHLT: DAS MEER IM WINTER

"Der Reeß oder das Bersten des Eises, eine Erscheinung, die bekanntlich mehreren stillstehenden Gewässern eigen, und von den Schwefel- und salpeterartigen Dünsten derselben herzuleiten ist, zeigt sich auch hier des Winters nicht wenig, und macht ein solches Getöse, dass man in der Ferne glauben sollte, es wurde mit Musketen geschossen und heftig getrommelt. Diese Eisborsten entstehen gewöhnlich in einem Momente, erstrecken sich mehrentheils durchs ganze Meer und sind nicht selten mehrere Fuß breit. Ja im vergangenen Winter bemerkte ich sogar solch einen Riß, der an vielen Orten selbst das diesseitige Ufer mehrere Fuß hoch in die Höhe getrieben hatte, und schön anzusehen war.
Auch der Eisgang tritt jährlich bei der Annäherung des Frühlings hier ein, und gewährt dem Zuschauer einen schönen Anblick. Gewöhnlich pflegt er sich dann bei feuchtem Südwestwinde einzustellen, wo sich dann entweder die ganze Eismasse auf einmal, oder in mehrere Schollen geteilt, bewegt, durch den Wind auf das nordöstliche Ufer nach dem sogenannten schwarzen Berge hingetrieben wird, und da allmählich schmilzt. Oft wird auf diese Weise das Eis fortgetrieben, ohne bemerkt zu werden, da man sich dann am Morgen des anderen Tages nicht wenig verwundert, wenn man auf einmal das Meer ganz verändert, mit seinen silberfarbigen Wellen und im neuen Gewande erblickte."

Was sagt die Dame vom "Pegel Wilhelmstein" heute?

Wassertemperatur Steinhuder Meer: 1,4 Grad

Wasserstand: 1,26 Meter*

*Was heißt das?

Die Messung der Wassertiefe orientiert sich zum Beispiel nicht am Meeresdurchschnitt. Der Höhenbezug heißt Normalnull (NN) und meint das Meeresspiegelniveau. Für den bei den Messungen ausschlaggebenden Pegel am Wilhelmstein heißt das: 36,77 über NN. Dazu kommt die Wassersäule – abfragbar unter der Telefonnummer (05033) 2609. Gegenwärtig werden 126 Zentimeter angegeben. Das Meer hat also einen Wasserstand von 38,03 Meter über NN – drei Zentimeter über dem vom Betriebsplan festgestellten 38,00 Metern.

"Kommt die Steinhuder-Meer-Bahn auf neuem Gleis zurück?

Kommt die Steinhuder-Meer-Bahn als Straßenbahn in neuer Trassenführung von Bokeloh über Hagenburg nach Steinhude zurück? Die Projektskizze, die der Verein Steinhuder-Meer-Bahn beim Niedersächsichen Wirtschaftsministerium eingereicht hat, ist mittlerweile unter die 28 letzten Projekte gerückt. Diese werden derzeit von Gutachtern auf Machbarkeit untersucht. Seit dem Bekanntwerden der Pläne steigt mit jedem Tag die Spannung aber auch die Unterstützung in den Anrainerkommunen.

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Noch ist für das Gleis im Feld bei Bokeloh Endstation: Künftig könnte es in Richtung Steinhuder Meer weitergehen. @Rogl

Seeprovinz. Bahn-Experten, wie der Journalist Wolfgang Rogl, halten es durchaus für denkbar, dass das Projekt den Sprung in die engste Auswahl schafft. „Wenn es finanziell machbar ist, technisch möglich wäre es ohne weiteres“, meint Rogl, der mehrere Bücher über die Steinhuder-Meer-Bahn verfasst hat.

Auf rund fünf Millionen Euro beziffert Nils Hoffmann, der Vorsitzende des Vereins Steinhuder-Meer-Bahn, die Kosten für eine Verlängerung des Normalspurgleises von Bokeloh über die Bundesstraße 441 (Zusatzkosten rund 15 000 Euro), an Hagenburg vorbei bis nach Steinhude mit einem Endpunkt in der Nähe der Großparkplätze.

Was Hoffmann aus eigener Initiative angeschoben hat, elektrisiert jetzt die beteiligten Kommunen. Er findet offene Türen in den Rathäusern.

Jörn Wedemeier, Samtgemeindebürgermeister der Samtgemeinde Sachsenhagen, ist begeistert von den Plänen. Er könnte sich sogar eine Abzweigung in Hagenburg und eine Weiterführung auf der alten Trasse in Richtung Rehburg vorstellen. „Das ist eine zusätzliche Variante“, bekräftigt Hoffmann, auch im Rathaus in Stadt Rehburg gibt es bereits einen Gesprächstermin.

Auch aus dem Fremdenverkehrsort Steinhude kommen positive Töne. Könnte die Strecke in der Woche den Pendlern dienen, ließe sich darüber auch ein großer Teil des tagestouristischen Ansturms insbesondere bei Großveranstaltungen bewältigen.

„Die Strecke bis Bokeloh gehört ohnehin der Osthannoverschen Eisenbahn“, sagt Hoffmann. Damit hätte man nach seiner Ansicht „zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen“, denn die OHE lässt auf ihren Strecken in der Lüneburger Heide mit dem Triebwagen von Erixx ein Modell fahren, das nicht einmal eine Elektrifizierung der Strecke notwendig machen würde." jpw

SCHAUMBURGER NACHRICHTEN; 22.01.

Hier ist ein Stück von Wolfgang Rogl selbst: http://www.neuepresse.de/Hannover/Meine-Region/Wunstorf/Nachrichten/Chancen-fuer-eine-neue-Meer-Bahn-in-Wunstorf

Dienstag, 21. Januar 2014

1914

… vor 100 Jahren

… passierte am 9. Dezember das erste Schiff den Ems-Weser-Kanal (heute Mittellandkanal)

… kaufte der hannoversche Commerzienrat Seegers das Strandhotel in Steinhude (später abgebrannt, heute Strandterrassen)

… verbanden die Alkaliwerke Sigmundshall die beiden Schächte in Altenhagen und Bokeloh mit einem Durchstich.

… trennten sich in Hagenburg die Fabrikbetreiber Suhr und Hautau (heute Südhorsten) in Hagenburg. Beide eröffneten eigene Unternehmen.

… brachte die Steinhuder-Meer-Bahn in den ersten Tagen der Mobilmachung zahlreiche Reservisten zu ihren Gestellungsorten.

… In Sachsenhagen wird die neue Schule fertiggestellt. Der Vorgängerbau auf der anderen Straßenseite sollte gleich abgerissen werden. Angeblich verhinderte ein Gesetz nach dem Ausbruch des Ersten Weltkrieg dieses.

wird fortgesetzt

Sonntag, 19. Januar 2014

Nicht mal UKW ...

Die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt. Vor einigen Tagen hatte der Wetterdienst zumindest einen UKW angekündigt, zumindest 48 Stunden lang Schnee = Ultrakurzwinter.

UKW

Jetzt kommen die Wolken näher … und es soll nur noch gefrierender Regen werden. Danke, nee. Eiskalte Dusche für die kleine Vorfreude. Nicht mal mehr UKW.

Dienstag, 14. Januar 2014

Für die Jahreszeit zu mild

Ach ja, in manchen Jahren sieht es auch so aus, an dieser Stelle, dem Hagenburger Anleger am Südufer. Der Steg für die Segler ist abgebaut. Es ist kalt und hat geschneit. Der Blick geht ein wenig sehnsüchtig in Richtung Wilhelmstein. Das Eis trägt nicht, es hat zu früh auf die Eisfläche geschneit, bevor die Kälte kam. "Drei Nächte unter Minus zehn Grad", sagen die alten, eiserfahrenen Hagenburger, "dann kann man Schlittschuhlaufen".
Oft genug habe ich Warnmeldungen für die Zeitungen geschrieben, vor dem Betreten der Eisflächen gewarnt. Das Meer friert nie zu, warme Stellen in moorigen Bereichen und so genannte Entenlöcher überfrieren oft nur leicht und bilden tückische Fallen. Eislaufen ist IMMER auf eigene Gefahr. Und trotzdem ist es faszinierend. Davon bestimmt bald mehr.

Hagenburger Anleger Winter

...

Hagenburger Anleger

Seit mehr als 20 Jahren arbeite ich als Journalist am Steinhuder Meer, berichte für Zeitungen, Zeitschriften und in Büchern von Landschaft, Wasser und Menschen.
Dabei interessiert mich zunächst einmal alles. Nicht nur die Geschichte, auch die Gegenwart: Die Faszination, wenn der Flachsee bei einem Spaziergang wieder einmal völlig anders aussieht, als man ihn zu kennen geglaubt hat, die Grenzlage meines Wohnorts im Landkreis Schaumburg, die Nähe zum Kreis Nienburg und zur Region Hannover, die geografische Lage zwischen der norddeutschen Tiefebene und dem beginnenden Weserbergland, die weiß-rot-blauen, schaumburg-lippiscnen Bezüge in der Seeprovinz und, und, und … Es gibt viel zu berichten.

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denkstube - 31. Jan, 22:20

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